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Chronik von 1960 bis 1988

Chronik 1960 – 1963  

Aus gesundheitlichen Gründen legte im Jahre 1960 der Vorstand Josef Weber sein Amt nieder. Bis 1961 wurde der Verein durch sein Stellvertreter, Fähnrich Gebhard Hämmerle (Greut) fortgeführt. In diesem Jahr wurde bei der Generalversammlung der aktive Musikant Anton Weiß (Siebratsreute) zum neuen Vorstand gewählt.

Als Dirigent der Kapelle konnte Paul Kazcmarek gewonnen werden, obwohl er schon 3 Nachbarkapellen dirigierte. Zu seinem 65. Geburtstag am 11. Juli 1962 brachten ihm seine vier Kapellen Schlier, Grünkraut, Bodnegg und Waldburg ein Ständchen unter der Leitung von Sepp Mahl, Ravensburg.  

Die 125 Jahr-Feier

Die 125 Jahr-Feier der Musikkapelle, verbunden mit einer Fahnenweihe, fand vom 31.08. – 02.09.1963 statt.  

Von Schneidermeister Abele (Wasseralfingen) erhielten die Musikanten eine neue Uniform. Am Kriegerjahrtag (19.01.) wurde sie erstmals zum Kirchgang getragen.  

In einer Sitzung am März ging es dann um die Anschaffung einer neuen Musikfahne. Als Motiv bot sich die Burg als Waldburgs Wahrzeichen an. Das Wappen auf der bisherigen Fahne (1899), wurde auf der neuen Fahne durch das vom Innenministerium kürzlich zugeteilte Gemeindewappen ersetzt. Es stellt drei springende Leoparden dar in Anlehnung an die drei springenden Löwen im Wappen der Truchsessen von Waldburg. Bei der Stoffwahl entschied man sich für Samt in Dunkelgrün und Gold für je eine Fahnenseite. Diese Farben sind auch die Farben der Gemeinde Waldburg. 

Mit einem sechsseitigen Faltblatt wurde zur Feier geladen. Bürgermeister Abele (Stellvertretender Vorsitzender des Bezirks Bodensee-Allgäu im DVB) war der Werber, Organisator und antreibende Motor.  

Zur Eröffnung der Festtage marschierte die Jubelkapelle am Samstagabend von der alten Schule mit Spielmannszug und der Patenkapelle Bodnegg zum Festzelt in Richtung Dietenberg auf „Lochers Wies“. Beim Festabend wirkten auch das Städtische Orchester Weingarten unter Stabführung von H.F. Husadel und der Kirchenchor Waldburg unter Leitung von Oberlehrer W. Simon mit. Präsident W.E. Weber, Gosheim überreichte die Bundesehrenmedaille an den Musikverein. Die Ansage übernahm Bezirksvorsitzender Sepp Mahl. Er konnte die Budesehrennadel in Gold auch an einige  Musiker überreichen. 

Vom Burgberg konnten die zahlreichen Besucher zum Abschluss feierliche Klänge zur guten Nacht vom Bläserchor hören. Am Sonntag fand dann bei einem feierlichen Feldgottesdienst bei der Schule, den die Patenkapelle musikalisch umrahmte , die Fahnenweihe durch Kamerer Konrad Butscher statt. Das anschließende Festkonzert gab die Musikkapelle Sternberg-Weissenau unter Leitung von B. Kessler, Bürgermeister Abele überereichte im Namen der Gemeinde eine Lyra. 33 Musikkapellen beteiligten sich am Festumzug mit historischen Festwagen und -gruppen. Es sollen 10.000 Besucher im Ort gewesen sein.

Dem Umzug schloss sich ein Gesamtchor der anwesenden Musikkapellen an. Die Festansprache hielt der Schirmherr, S.D. Fürst Franz von Waldburg zu Wolfegg und Waldsee. Die Stimmungs- und Unterhaltungskapelle Oberteuringen, die Schuhplattler- und Trachtengruppe Waldburg sorgten abends im Festzelt für Unterhaltung und Stimmung. Der Tanz auf der Freiluftbühne konnte wegen Regens nicht stattfinden. Der Montag klang aus mit einem Großen Unterhaltungsabend im Festzelt unter dem Motto „Freie Fahrt für frohe Laune“, bei dem Rundfunk- und Fernsehkünstler mitwirkten. Ein großer Tanz mit der Trachtenkapelle Waldburg beendete dann die Festtage. Diese 125 Jahr Feier war wohl ein Fest, das alles bisher in Waldburg übliche an Aufwand, Besuchern, Umsatz...überbot.   

Chronik 1963 – 1988 

Der traditionelle Musikball fand bis zum Jahre 1969 im Saal des Gasthauses „König Wilhelm“ statt, von 1970 bis 1972, im Saal des Hotel Restaurant  „Krone“. Dabei haben die Musikanten und auch der Trachtenverein und die Landjugend, in  späteren Jahren Theaterstücke aufgeführt. Seit 1973 findet der Musikball immer am Rosenmontag in der Turn- und Festhalle statt.  

Viele Jahre war es auch üblich, dass die Musikanten mit ihren Frauen oder Bekannten einen „geschlossenen Musikball“ hielten.  

Am 26. Mai spielte die Musikkapelle den drei 60-jährigen, auch die „3 Dorfheiligen“ genannt, Kassier Hans Jung, dem langjährigen Posaunisten Paul Gehweiler und Fahnenbegleiter Benedikt Schädler ein Ständchen unter der Papstlinde.

Immer an Peter und Paul, damals noch weltlicher und kirchlicher Feiertag, fand das Sommerfest in Waldburg statt. Diese Sommerfeste wurden auf Josef Strobels, Josef willi_pappertLochers oder Paul Mayers Wiesen, am Ortsausgang von Waldburg, Richtung Bodnegg, gefeiert. Zum Tanz spielte unter anderen Kapellen auch die Trachtenkapelle. Sie wurde 1961 von Musikanten gegründet, blieb aber Bestandteil der Musikkapelle. Ihr Leiter war Josef Locher. Die meisten Noten wurden extra für diese Besetzung noch handschriftlich von Willi Papert geschrieben. Die Trachtenkapelle spielte bei verschiedenen Anlässen, zum Beispiel bei Trachtenfesten, Hochzeiten, Tanz- und Unterhaltungsabenden. Die Trachtenkappelle bestand bis 1969. 

Auf das Musikfest mussten die Musikanten einen neuen Fähnerich wählen. Gebhard  Hämmerle, seit 1949 Fähnrich des Musikvereins und von 1921 bis 1945 Träger der Kriegervereinsfahne, wollte die neue Fahne aus Altersgründen nicht mehr übernehmen. Gewählt wurde von den Musikanten Schmiedemeister Hubert Amann.  

Ein 2-tägiger Ausflug führte die Musikanten am 3. und 4. Mai 1964 ins Rheinland nach Bad Dürkheim, Bingen, Rüdesheim und Mainz.  

1964 trat Vorstand Anton Weiß zurück. 

Das traditionelle Konzert am Romulafestnachmittag wurde im Gasthaus „König Wilhelm“ aufgeführt. Es wurde von Chorführer Josef Locher dirigiert. Bis 1972 fand am Romulafestmontag ein Kirchweihtanz statt. Schriftführer Alfred Fischer erledigte in der vorstandslosen Zeit die Geschäfte des Vorstandes.  

Am 12.Juli 1968 kamen 8 Musikanten der Musikkapelle Hannober in die Musikprobe nach Waldburg, in der Absicht, die beiden Kapellen zusammenzulegen, um so eine starke Kapelle zu bekommen. Erste gemeinsame Auftritte waren schon 3 Tage später beim Rutenfest in Ravensburg und dann beim Kirchweihfest in Hannober.  

Bei der Generalversammlung des Musikvereins 1969 im Hotel Krone wurde Hans Kübel zum 1. Vorsitzenden gewählt.

Völlig überraschend verstarb Bürgermeister Reinhold Abele im Alter von 56 Jahren an einem Herzinfarkt. Die ganze Bürgerwehr und viele Fahnenabordnungen von Musikvereinen begleiteten ihn auf seinem letzten Weg. Herr Abele war jahrelang 1. Vorsitzender des Deutschen Volksmusiker Bundes, Bezirk Bodensee Allgäu.  

Beim Nachmittagskonzert an Fronleichnam im Gasthaus Krone spielten Musikkapelle und Spielmannszug zum erstenmal einen gemeinsamen Marsch. Ein Wunsch von Hauptmann Högerle wurde damit erfüllt. 

Vom 23. bis 25. Juni 1972 feierte der Musikverein Hannober sein 50-jähriges Jubiläum.

Seit 1975 spielt die Musikkapelle das Frühschoppenkonzert beim jährlich stattfindenden Schulfest.

Vom 13. bis 15. September 1975 sind die Musikanten zusammen mit dem Spielmannszug nach Tramin gefahren, um an dem bekannten Traminer Schützenfest teilzunehmen. Nach dem Umzug spielte der Musikverein und der Spielmannszug den Zapfenstreich. Und danach spielte die Musikkapelle noch zur Unterhaltung.  

Am Rosenmontag 1976 beteiligte sich die Musikkapelle am Umzug der Schwarze-Veri-Zunft in Ravensburg. Dafür beteiligten sich die Ravensburger beim Musikball. 

Beim Kirchweihfest in Hannober traten die Musikanten zum ersten Mal mit der neuen blauen Uniform auf.  

Seit Dezember 1976 findet in der Turn- und Festhalle jährlich das Jahreskonzert statt. Hier sehen Sie die Original-Einladung von damals. Willi Papert hat für den Musikball 1977 extra den „Röckchenwalzer“ komponiert. Die Musikanten teilten sich in eine Lumpen- und eine Damenkapelle.

 

Am 2. April 1977 begleitete die ganze Musikkapelle Ehrendirigent Josef Weber zur letzen Ruhe. 

 

Bei der Generalversammlung am 19. März 1978 ernannte Vorstand Hans Kübel den ehemaligen Dirigenten und langjährigen 1. Flügelhornisten Benedikt Steinhauser zum Ehrendirigenten und überreichte ihm eine Urkunde. 

 

Am 30. April war die Musikkapelle zusammen mit dem Spielmannszug mit dem Marsch „Preußens-Gloria“ aus Anlaß des heiteren Ratespiel Waldburg contra Wolfegg im Radio zu hören. 

 

Die Musikkapelle spielte erstmals beim Rutenfest im Leibinger Festzelt. 

 

Bei der Generalversammlung am 20. Januar 1980 hat sich Vorstand Hans Kübel nicht mehr zur Wahl gestellt. Als neuer 1. Vorsitzender wurde Josef Miller gewählt. 

 

Am 18. Mai fand der Kreisverbandsjugendtag in Waldburg statt. 

 

Aufgrund einer Wette eines Flügelhornisten und eines Posaunisten mussten die Musikanten wieder die Fußballschuhe schnüren. Es trat an die „Melodie“ gegen die „Harmonie“. Die „Melodie“ siegte mit 5:1 Toren. 

 

Am Romulafest 1980 war unsere befreundete Trachtenmusikkapelle Waldburg aus dem Mühlviertel (Oberösterreich) zu Gast.

 

Im Jahr 1981 fand das erste Willi-Papert-Gedächtniskonzert in Oberzell statt. Im Jahr 1986 fand dieses Konzert in Waldburg mit einem Sternenmarsch zur Turn- und Festhalle statt. 

 

Vom 17. bis 19. Juli fuhren die Musikanten nach Waldburg Oberösterreich, um dort am Musikfest teilzunehmen.  

 

Am 10. Juli 1983 Serenade im Innenhof der Burg. Dirigent Gerd Kurat hatte diese Idee. Der zahlreiche Besuch war der verdiente Lohn für diese gelungene Veranstaltung.  

 

Gleich bei 2 Wertungsspielen innerhalb 2 Wochen beteiligten sich die Musikanten, nämlich in Vogt und Hauerz in der Oberstufe.  

 

Generalversammlung am 19. Januar 1986.Dirigent Gerd Kurat verlässt den Musikverein Waldburg und übernimmt die Stadtkapelle Tettnang. Am Blutfreitag in Weingarten ist die Musikkapelle erstmals mit Dirigent Herbert Ibele ausgerückt.  

 

manne_mackeAm 28. September Frühschoppenkonzert als Patenkapelle des Musikvereins Schlier bei ihrem 80-jährigen Vereinsjubiläum in der Turnhalle in Wetzisreute. 

 

Generalversammlung 01. Februar 1987.Der Vorstand sprach den Dank an die Gemeinde aus für die Renovation des Probelokals. Im weiteren Verlauf der Versammlung wurden dann noch verschiedene Muster für eine neue landschaftsgerechte Tracht gezeigt.

 

 Im Mai hat der aktive Musikant Markus Heilig als Vizedirigent die Musikkapelle übernommen.  

 

Im August hat sich der neue Dirigent Horst Dölle aus Aulendorf, den Musikanten vorgestellt. 

 

Wunschkonzert 29. November 1987.Erstes Auftreten mit der neuen landschaftsgerechten Tracht. Ein glänzendes Konzert bot die Musikkapelle Waldburg-Hannober in der vollbesetzten Turn- und Festhalle. Vorstand Josef Miller bedankte sich bei den zahlreichen Spendern, die mithalfen, die neue Musikerbekleidung zu finanzieren. 

 

Generalversammlung am 24. Januar 1988. Der Vorstand gab eine Überblick über die Vorbereitungen und den geplanten Ablauf des 11. Kreisverbandsmusikfestes vom 10. bis 12. Juni 1988 in Waldburg.

 
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